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Drei weitere Kinderkleider

der 1860er Jahre
 

 

Epoche: Spätbiedermeier, 1850 - 1865

Die Ergebnisse eines zweiten Nachtragauftrags für das Puppenmuseum Fischach zeigen wir hier:

Wiederum genau abgestimmt auf die vorangegangenen Kleidungsstücke der Gruppe fertigten wir diese drei Kinderkleider.
Einen Baumwollmousseline mit eingewebten Pünktchen – ein im 19. Jahrhundert sehr beliebtes Material, das sich bereits in der Empiremode findet – färbten wir in ein zartes Pastellgrün ein, um so den farblichen Zusammenhalt der Gruppe zu gewährleisten, d.h. zum Pastellgrün des karierten Kinderkleides und zum hellen Grün des Damenkleides. Wie häufig in der Damenmode der Zeit zu sehen, wurde auch hier der weite Rock mit drei eingekräuselten Volants belegt. Für die Weite sorgen zusätzlich versteifte Unterröcke. Zu den engen,
rundgeschnittenen Ärmel gehören eingekräuselte kurze Oberärmel. Der Kragen
aus antiker Spitze wird mit einer originalen Schaumgoldbrosche aus den 1840er
Jahren verziert.



Aus hauchzartem Baumwollvoile - einem selten zu findenden Vintagestoff - bestickt mit hellblauen Blumenarrangements und versehen mit Blumenapplikationen der gleichen Farbe, fertigten wir dieses Kleid nach einem Originalschnitt aus dem Jahr 1869. Die Farbigkeit des Kleides nimmt Bezug zum blau-weiß-gestreiften Kinderkleid sowie zum blau-weißen Matrosenanzug des Ensembles. Die Stickereien wurden so eingesetzt, dass auch hier die Schnittführung gut zur Geltung kommt: Sie finden ihren Einsatz am Vorderteil und am Saum entlang. Dieses außergewöhnliche Material wollten wir bewusst für sich gelten lassen und haben deshalb auf weitere Zutaten verzichtet. Lediglich einer der Unterröcke lässt seine Spitzen am Saum hervorschauen.


Das Material des dritten Kinderkleides – eine karierte handgewebte blaue Seide – schafft in seiner eher dunklen Farbigkeit Verbindung zum blauen Matrosenanzug des Jungen. Das Karomuster auf blauem Grund enthält außerdem die Farben, die sich auch im Blumenmuster des grünen Seidenkleides der Dame befinden: dunkelgrün, rot, creme, sowie abgeschwächt im bestickten cremefarbenen Kinderkleid. Für den Zusammenhalt der Gruppe ist die aufeinander bezogene Farbigkeit von großer Wichtigkeit. Die unterschiedlichen Materialien und Muster sorgen dafür, dass der Zusammenhalt unbewusst wahrgenommen wird und die Gestaltung nicht als eine ‚gewollte’ in Erscheinung tritt. Weiterhin trägt zu diesem Eindruck natürlich auch bei, dass alle Stoffe in ihrer Gestaltung in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts passen.
Dieses Kinderkleidchen wurde als einziges zweiteilig gearbeitet.

Seine Lebendigkeit erhält es durch den mehrmaligen Wechsel von gerade und schräg geschnittenen Stoffteilen, eine Technik, die besonders gern bei Karomustern angewandt wurde. Die Jacke erhielt ein eingekräuseltes Schößchen und eingekräuselte Ärmeldächer, beides im Schräglauf zugeschnitten. Der doppelreihige Knopfverschluss aus handbezogenen dunkelblauen Samtknöpfen sowie der Stehkragen aus Samt bilden in seiner Strenge einen Kontrast zu den verspielten Volants. Ein weiterer im Schräglauf verlaufender Volant findet sich am weiten Rock wieder. Die dunkle Farbigkeit wird aufgelockert durch eine
zarte antike Tüllspitze an Kragen und Manschetten.

Zu dem Kleidchen gehört eine originale Schaumgoldbrosche des 19. Jahrhunderts.
Auch zu diesen drei Kleidern gehören – nicht sichtbar auf den Fotos –
spitzenverzierte Baumwollunterhosen.

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Preisgruppen: je A