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Vier Promenadenkleider

der 1860er Jahre
 
 

Epoche: Spätbiedermeier, 1850 - 1865

Als Auftragsarbeit für das Puppenmuseum in Fischach, das voraussichtlich im Juni 2012 neu eröffnet wird, entstand dieses Ensemble, bestehend aus zwei Damen- und zwei Kinderkleidern.

Die cremefarbene Baumwolle des hellen Kleides ist mit zarten altrosafarbenen Stickereien versehen. Die eng taillierte Jacke wird vorn geknöpft; die gerafften Blusenärmel werden von den für diese Epoche typischen Pagodenärmeln bedeckt. Sowohl die stark abfallende Schulterlinie - wie so oft schon in der Kostümgeschichte ins Rückenteil versetzt - als auch die überschnittene Breite entsprechen dem Schönheitsideal der Zeit. Das angesetzte Schößchen ist in tiefe Falten gelegt. Ein antiker Spitzenkragen vervollständigt das Ensemble.
Der Rock – noch mäßig weit zu Beginn der 1860er Jahre – wird über einer Stahlreifenkrinoline getragen, die erst wenige Jahre zuvor – 1855 - in England erfunden wurde.


Aus schwerem grünen Seidenlampas wurde das zweite Kleid gearbeitet. Mit seinen eingestreuten Blumenbouquets liegt es ganz im Geschmack der Zeit.
Auch bei diesem Kostüm wurde bewusst auf eine aufwendige Dekorierung verzichtet, um so das kostbare Gewebe und den raffinierten Schnitt besser zur Geltung kommen zu lassen.

Eine Spitzen-Fransen-Borte, farblich passend eingefärbt, ist neben der opulenten Brosche und der antiken Spitze der einzige Schmuck. Auch hier sind die Schultern der Jacke stark überschnitten und die Schulternähte in das Rückenteil versetzt. Das Schößchen ist glatt anliegend, die überlappende Form findet sich häufig bei Tages- und Promenadenkleidern aus dieser Zeit. Geschlossen wird die Jacke mit handbezogenen grünen Samtknöpfen. Die eng
anliegenden Ärmel sind zweiteilig rund geschnitten. Auch unter diesem – ebenfalls moderat weitem - Rock befindet sich eine Krinoline.


In den 1860er Jahren kam der Matrosenanzug in Mode. Er entwickelte sich schnell zu DEM Kleidungsstück für Knaben schlechthin und blieb bis zur Jahrhundertwende in Mode, später auch für Mädchen in Form von Matrosenkleidern. Zurückzuführen ist diese Kindermode auf ein Gemälde von Winterhalter aus dem Jahr 1846, das den 5-jährigen Prinzen von Wales in einer Marineuniform darstellt.
Unser Modell besteht aus einem dunkelblauen Schurwollköper. Das leicht blusige Oberteil wird im Bund mit einem Zugband in Form gebracht. Der Latz wird separat umgelegt, ebenso wie die aus schwarzer Baumwolle gefertigte Krawatte.
Die Hose ist knielang von mäßiger Weite. Auch sie wird im Bund mit einem Zugband geschlossen.



Für das kleine Mädchen wählten wir in farblicher Abstimmung auf die beiden Damenkleider einen altrosafarbenen Damast mit eingewebten kleinen Blümchen.
Es besitzt die noch leicht vom Biedermeier beeinflussten weiten Ärmel, einen weiten Rock mit eingearbeiteten Stufen, wie man sie praktischerweise häufig bei Kinderkleidern findet, kann man sie doch später auslassen, so dass das Kleid ein paar Jahre mitwachsen kann. Der hauchzarte antike Spitzenkragen bildet auch hier zusammen mit der farblich abgestimmten Brosche und der Seidenschärpe den einzigen Schmuck. Unter dem Kleid werden mehrere versteifte Unterröcke getragen sowie – auf dem Foto nicht sichtbar – die unverzichtbare lange
Baumwoll-Unterhose mit Spitzenbesatz.

 

Preisgruppen:
cremefarbenes Damenkleid: F
grünes Seidenkleid: G
Matrosenanzug: B
Kinderkleid: B