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Seidenrobe

mit Kürasstaille
 
 

Zeit: um 1880

Für die Living History Veranstaltung ‚Der Kaiser kommt’ fertigten wir dieses Kürasstaillenkleid für die Darstellerin der Kaiserin Augusta.

Bei der Entwurfsplanung einigten wir uns schnell auf einen aussagekräftigen, d.h. breit gestreiften Seidenstoff. Die weltweite Suche danach nahm gut ein halbes Jahr in Anspruch. Wir fanden schließlich einen sehr raffinierten Seidentaft, dessen Streifen in sich changierend sind und je nach Lichteinfall ein interessantes Farbspiel bieten. Die Gefahr, dass der Stoff in seiner rot-weißen Signalwirkung plakativ wirken könnte, wurde damit geschickt umgangen.

Streifenmuster in allen Breiten – durchaus auch in größerer Breite als der von uns gewählten – waren sehr en vogue, wird damit doch die Schnittführung auf interessante Weise betont und eine Lebendigkeit und Eleganz ohne allzu viel Garnierung ermöglicht.
Alle Teile des Kostüms wurden nach Originalschnitten gearbeitet, die Oberteile mit Rosshaareinlage verstärkt und mit Spiralfedern ausgestattet.

 


Wie in der Tornüren- und Kürassmode üblich, kann zum Rock jeweils ein Tages- und ein Abendoberteil getragen werden.
Das Tageskleid dieser Epoche ist immer hoch geschlossen und langärmelig. Die Linienführung unserer Umsetzung folgt einer strengen Symmetrie, die Garnierung wurde bewusst äußerst sparsam eingesetzt. Stattdessen arbeiteten wir vor allem mit der Richtung der Streifen:
So wurden im Oberteil die Seitensegmente im Schräglauf geschnitten, das Rockteil spielt mit vertikal und horizontal verlaufenden Streifen in unterschiedlicher Raffung, der Unterrock wiederum nimmt das Thema auf mit eng gefaltetem verdichteten Volant, der die Streifen schmaler erscheinen lässt.

Zu dem Glanz der Seide wählten wir als Kontrast einen matten dunkelroten Baumwollsamt. Er fasst die Tagesjacke an Kragen und Manschetten ein und schafft ein zusätzliches Gestaltungselement durch die handbezogenen Knöpfen.

Auch in die Rockgestaltung wird der Samt aufgenommen und betont die rückwärtig abwärts verlaufende Saumführung, die bereits im Oberteil auftaucht. Der Rock ist im Vorderteil 6-lagig, hinzu kommt ein separater Unterrock aus Baumwollstoff, von dem jedoch nur der gefaltete Volant sichtbar bleibt. Aufgrund der Unmengen an Stoff, die für Kleider dieser Zeit benötigt wurden, waren die nicht sichtbaren Teile zumeist aus weniger kostbaren Materialien
gefertigt.



Jabot und die Schaumgoldbrosche - Originale aus der Zeit – bilden den einzigen Schmuck.

Auch bei dem Entwurf für das Abendkleid hielten wir uns mit einer übermäßigen Garnierung betont zurück. So setzten wir für das vordere und rückwärtige Mittelteil der Jacke Samt ein, der dem Kostüm eine festlichere Note verleiht. Aus dem gleichen Samt wurde eine üppige Rose gefertigt. Den für die Epoche typisch viereckigen Ausschnitt verzierten wir ebenso wie die
Manschetten der Dreiviertelärmel mit einer original Tüllspitze des späten 19. Jahrhunderts. Das Kleid lässt sich mit Haken und Ösen schließen, die handbezogenen Samtknöpfe dienen der Dekoration.
Zum Abendkleid gehört eine anknöpfbare Schleppe.

Das grün-gestreifte Kleid mit Kürasstaille ist Teil der Entwurfsplanung und diente als Grundlage für die ersten Anproben.
 
Preisgruppe: K